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Literatur

Kraft und Vitalität afrikanischer Rhythmen faszinieren uns Europäer. Das Trommeln erscheint spielerisch leicht; doch für manchen, der mit dem Lernen einer Trommel beginnt, ist schnell die Grenze erreicht, an der die Begeisterung in Frust umschlägt. Das Rhythmusgefühl wird schmerzlich vermisst, es scheint einem eben "nicht im Blut zu liegen".


Nach meiner Erfahrung aus vielen Jahren Lernen und Unterrichten ist das Gefühl für Rhythmus etwas, was jeder Mensch als natürliche Gabe mitbringt. Es ist allerdings in der Regel unentwickelt und nicht geformt.


Afrikaner und insbesondere die Trommler unter ihnen scheinen hingegen mit einem perfekten Rhythmusgefühl geboren zu sein. Aber so einfach ist es nicht. Afrikanische Kinder wachsen in einem kulturellen Umfeld auf, in dem Rhythmus ein essentieller Bestandteil des Alltags ist. Das Leben wird als von Rhythmus geprägt erfahren und das von uns so bestaunte Rhythmusgefühl kann sich über Jahre hinweg entwickeln. Ein Trommler durchläuft darüber hinaus eine jahrelange Ausbildung bei einem Trommel-Meister.


In unserer Zivilisation sind wir von der Lebendigkeit rhythmischer Prozesse weitgehend getrennt. Wir wachsen rhythmisch eindimensional und körperfeindlich auf. Für das Erlernen einerTrommel sind bei solchen Voraussetzungen viele konkrete Übungsschritte unter einer fundieren Anleitung notwendig.


In meinen Kursen und Workshops vermittle ich solche für uns Europäer sinnvollen Schritte, um mit der Trommel die Kraft von Rhythmus zu entdecken, auszudrücken und zu gestalten.


Mit dem so erlernten rhythmischen Grundwissen kann das Lernen bei einem afrikanischen Lehrer zu einem faszinierenden Weg der Entdeckung einer anderen Kultur werden.